19.09.2012 Mittwoch Die Nacht im Shosholoza war für mich jetzt nicht wirklich erholsam, da ich immer wieder aufgewacht bin. Gefühlt jedes Mal, wenn der tolle Zug stehen geblieben ist, was er ca 20 Mal die Nacht getan hat. In 90% der Fälle auch nicht, um jemanden aussteigen zu lassen, sondern einfach aus Spaß an der Freude. Morgens kam einer von den Schaffnern zu uns an die Tür und hat uns gefragt, ob wir die deutschen sind, da ein älterer Herr uns gerne zum Frühstück einladen wollte, um mehr über Deutschland zu erfahren, wir wussten auch wen er meinte. Marie hat weiter geschlafen und ich habe mir gedacht, dass ich mir morgens um acht dann ja mal einen Kaffee ausgeben lassen könnte. Gedacht, gemacht. Er war relativ normal, obwohl ich es ekelhaft fand, dass er meinte, wir sollten nach ihm fragen, sofern wir die Garden Route fahren.... und ihn besuchen kommen. Nach der Aussage war ich dann doch froh mit meinem Kaffee in der Hand wieder gehen zu können. In Cape Town angekommen, waren Marie und ich einfach schon mal über glücklich! Beim Ausgang haben wir dann auch gleich Cathrin entdeckt und uns erstmal ne Runde gefreut, bis wir von Angie eine Nachricht bekommen haben, dass das blöde Auto (kleiner, super alter Mazda) schon wieder nicht anspringen will. Sie haben dann gesagt, dass sie grob in einer Stunde da seien. Ok, kein Problem, ab in die Sonne und erstmal warten. Der Mechaniker hat dann doch länger gebraucht und nach weiteren zwei Stunden hat Angie angerufen und gemeint, dass sie uns jetzt erstmal mit seinem Privatauto einsammeln und er es danach repariert und uns wieder hinstellt. Auf die Frage, wie groß denn das Auto sei, da dort 6Leute und drei riesen große Reisekoffer rein sollten, meinte der Mechaniker wohl nur, dass dort schon mal acht Leute zur gleichen Zeit drinnen gesessen hätten. Als sie dann nach einer weiteren halben Stunde ankamen, war das Auto dann doch zu klein und unsere Taschen mussten erstmal mit dem Mechaniker, Michael und Angie fahren und wir sollten in der zweiten Runde eingesammelt werden. In ca. 1 ½ Stunden. Diesmal Gott sei dank ohne Gepäck und da wir nicht noch weitere 50mal von Bettlern angesprochen werden wollten, sind wir erstmal in die Stadt und direkt zur Longstreet. Dort gibt es mega coole kleine Szeneshops und abends ist es die Partymeile in der Stadt! Auf dem Weg zum Appartement, gab es dann die nächste unangenehme Nachricht. Vernon, ein Typ der in der Wohnung Laminat verlegt hat, hat den Leuten aus unserer „gated community“ (also wir leben hier eingezäunt mit eigenen Wachleuten, die die Mehrfamilienhäuser bewachen) gesagt, dass er glaubt, dass Stefanie hier Studenten für sich arbeiten lässt und Geld von denen bekommt. Der Fuchs! Hat er uns doch tatsächlich ertappt! Das ist jedoch mit den Vermietern nicht abgemacht und wir sollten immer sagen, dass wir Freunde von Stefanie sind. Ohne Worte! Er war aber glücklicherweise nicht mehr da und wir konnten schnell rein. Er sollte nicht mitbekommen, dass wir schon wieder drei neue Leute sind. Abends sind wir Sushi essen gegangen im „De Look Out Deck“. Das ist direkt am Hafen in Hout Bay gewesen und wir konnten draußen unter Heizstrahlern sitzen. Ich wollte für 3,20€ nur ein wenig Foccaccio als „Starter“ haben und habe ne Pizza bekommen ( also von der Größe), die wurde dann auch brüderlich geteilt! Das Sushi war super lecker und kostet Mittwochs auch nur die Hälfte. Bei dem Versuch ein Gruppenfoto zu machen, habe ich dann leider so einen Lachkrampf bekommen, dass ich die Bilder lieber nicht hochlade. Der Kellner war zwar sehr geduldig, aber ich musste einfach weinen und habe keine Luft mehr bekommen. Nach gefühlten fünf Minuten hat er es dann aber auch endlich aufgegeben. Es wurde auch einfach nur schlimmer, weil ich die ganze Zeit so unter Druck war endlich aufzuhören. Eigentlich wollten wir den Tag feiern gehen, aber ohne Auto haben wir uns dann gegen feiern entschieden. 20.09.2012 Donnerstag Morgens sind Michael, der im übrigen auch sehr nett ist, Cathrin und ich laufen gegangen. Erst den Berg rauf durch den Ort und zum Abschluss an den Strand! In dem Moment wusste ich eigentlich schon, dass ich unbedingt nochmal herkommen muss, ob für ein Semester oder vielleicht sogar für ein paar Jahre zum Leben. Ich kann gar nicht beschreiben, wie schön es ist, den Strand auf der einen Seite zu haben und direkt daran 300m hohe Berge, die im Sonnenaufgang einfach noch drei tausend Mal schöner aus als so wieso schon! Nachdem kleinen morgentlichen Lauf ging es dann nach AACL EPPING (Tierheim), da ich ja doch noch irgendwie zum arbeiten hier bin! Cathrin, Marie und ich haben diesmal nur die Katzen fotografiert und Michi und Angie die Hunde. Nach ca 3Stunden waren wir dann auch schon fertig und sind direkt mit Cathrin zum Flughafen gefahren, um dort mit ihr ihre letzten drei Stunden zu verbringen. Beim Essen im Mugg & Bean hat sich mal wieder herausgestellt, dass Logik definitiv keine Stärke der Afrikaner ist. Als unser Kellner die Rechnung auf den Tisch gelegt hat, haben wir ihn gebeten, dass wir getrennt bezahlen. Geht nicht! War seine Antwort. Geht doch unsere. Na ja nach 20 Versuchen ihm zu zeigen, wie man das ganz leicht ausrechnen könnte, wir ihm versucht haben unser Geld einzeln und passend zu geben, er aber nicht einmal zuhören wollte, haben wir 300Rand hingegeben und brauchten 80Rand zurück(Trinkgeld war schon mit inbegriffen). Er hat uns 60Rand gegeben. Weitere fünf Minuten später hat Marie uns dann die anderen 20Rand erkämpft ( es ging einfach nur noch ums Prinzip) und wir haben uns totgelacht! Der Abschied von Cathrin war zwar traurig, da ich sie echt super gern hier hatte, aber zum Glück sehr schnell! Abends habe ich dann festgestellt, dass mein Internet wirklich nicht mehr geht. Wir dachten erst es könnte am Internet Explorer liegen, aber nachdem Michi mir Mozilla gegeben hat und es immer noch nicht ging. trotz „hervorragender“ Übertragungsrate, wussten wir auch nicht mehr weiter! 21.09.2012 Freitag Office Tag für mich eher schnell rum, da ich nur Offline arbeiten konnte, da das Internet bei mir ja nicht mehr funktioniert. Da jedoch auch das Internet der anderen ab 14Uhr auch nicht mehr ging, sind wir nach Cape Town auf die Longstr. gefahren, um evtl. was schönes für abends zu finden. Ich habe ein Top von Roxy gefunden, aber nicht für abends, das ist eher Strandtauglich Dann sind wir noch in die größte Mall hier in Südafrika → Canal Walk! Alleine die Gebäude sehen nach Urlaub aus. Es ist super modern und nobel dort und wir haben einfach nur zu viele Eindrücke bekommen -leichte Reizüberflutung nach 1 ½ Monaten aufm Plot- aber ein Traum. Erst hatte ich überlegt mir selbst ein neues Netbook zu schenken, aber dann war ich doch zu geizig. Brauche ja das Geld zum Reisen! Abends haben wir uns alle fertig gemacht, Marie hat mir die Haare ganz toll geflochten und wir haben mit Penalté vorgeglüht. Witzigerweise kennen die Leute das hier nicht. Mit dem Taxi und einem der witzigsten und langsamsten Taxifahrer, den ich je hatte, ging es dann wieder zur Longstreet und ab ins Dubliner! Dort gibt es zwei Dancefloors (unten mit Livemusik und oben Electro). Wir haben uns den Abend über mit bestimmt 30 verschiedenen Leuten unterhalten und feststellen müssen, dass jeder dritte davon im Endeffekt doch aus Deutschland, Österreich oder der Schweiz kam und wir auf deutsch weiter reden konnten. Gegen 5Uhr sind wir dann wieder mit unserem Taxifahrer Richtung Hout Bay. Ich war einfach noch so wach und konnte nicht schlafen und bin dann mit Mich noch zum Strand gegangen und habe den Sonnenaufgang angeschaut! Mittlerweile 22.09.2012 Samstag Nach 5 Stunden Schlaf sind Michi und ich nach Seapoint gefahren, um uns endlich für den Lauf anzumelden. Ich für meine 10km „Sightseeing Tour“ und Michi todesmutig für den Marathon. Leider gab es nur noch bis Freitag T-Shirts zu kaufen, weshalb ich nun leider kein cooles schwarzes CapeTown Laufshirt habe, aber was solls. Auf dem Rückweg haben wir in Camps Bay angehalten und die Sonne auf den Felsen am Strand genossen. Ich hätte den ganzen Tag vor Freude weinen können, weil die Natur, das Wetter und einfach alles so schön war und auch weil ich so oft, daran dachte, wie perfekt es wäre diesen Moment mit meinen liebsten und wichtigsten Menschen zu teilen. Als wir wiederkamen habe ich von Marie und Angie einen Rock (ja einen richtigen Rock) geschenkt bekommen. Der ist super süß und sieht auch ganz toll aus, aber ich weiß noch nicht so wirklich ob ich eine Rockperson bin. Michi hat mir eine Milktarte geschenkt und wir haben einfach nur noch entspannt. Feiern war dann ja doch ein wenig ermüdent und Sonntags gings ja auch früh wieder hoch! 23.09.2012 Sonntag Welcher Idiot hat sich eigentlich überlegt, dass der Marathon und (vor allem) der 10km Lauf morgens um 6.30Uhr anfangen??? Wir sind hier um 5.30Uhr aufgestanden und nach Cape Town gefahren, weil wir nicht wussten, wie gut wir durchkommen. War kein Problem, da außer der verrückten Läufer kein Mensch auf einem Sonntagmorgen um 6.30Uhr was zu tun hat, außer vielleicht besoffen nach Hause zu torkeln. Na ja, Michi und ich, sportlich und aktiv wie wir nun mal sind, standen dann eher müde im Bahnhof rum, da es uns draußen zu kalt war. Die Stimmung am Bahnhof und später am Start war mega gut, viele Leute haben getanzt und gesungen, um sich zu motivieren und warm zu machen und die Vorfreude stieg bei mir dann auch! Ich wusste ja, dass ich nur 10km laufen muss und dass ich die Route eher als SightseeingTour ansehe. So war es dann auch. Die Marathonläufer sind gleich rechts abgebogen und wir sind gerade aus durch die Stadt gelaufen, an niedlichen kleinen Pubs vorbei, durch eine Geschäfts- und Wohngegend, am Stadion vorbei, runter zur Promenade bis nach Camps Bay und direkt am Wasser zurück über Seapoint, durch einen Park (den Namen habe ich gerade vergessen) bis hin zum Stadion. Am der Promenade sind die Wellen so hoch gewesen, dass wir ein paar Mal nass gespritzt wurden, was auch ein ziemlich cooles Gefühl war. Im Stadion angekommen, war ich überhaupt nicht k.o., also wesentlich fitter, als noch in Pretoria. Hinter der Ziellinie gabs dann auch die nächste Medaille, diesmal sogar ohne hässliche Spar-Werbung. Angie hat mich dort empfangen und wir sind dann gemütlich nach Hause gefahren, ich konnte duschen, wir haben gefrühstückt und eigentlich haben wir mit Michi nicht vor 13Uhr gerechnet, aber gegen 11Uhr kam dann sein Anruf und er hat tatsächlich (eigentlich komplett untrainiert) den Marathon in 4St22Min. Geschafft. Also er ist schon sehr sportlich, aber eigentlich kein Langstreckenläufer. Er meinte auch, dass er im Ziel vor Freude weinen musste, weil es so stolz auf sich war. ZU RECHT!!! Keiner von uns und keiner seiner Verwandten und Freunde hatte ihm das zugetraut und nun hat er es allen gezeigt, da kann man schon mal ein paar Tränen vergiessen, wie ich finde! Nachmittags war ich dann mit Marie (dich ich erst ein wenig zwingen musste) in Hout Bay am Strand und wir haben dort einfach die Gegend und die Felsen erkundet. ICH LIEBE ES HIER!!! Es sieht alles so unbeschreiblich schön aus und man hat von allem etwas, Strand mit weichem, weißen Sand, Felsen im Wasser, wunderschöne Buchten und direkt hinter einem riesen Berge! 24.09.2012 Montag War wieder Office Day und ich konnte mal so gar nichts machen, bin dann auch mit Michi an den Strand gegangen und Richtung Chapmens Peak gewandert, zwar nicht so weit, weil sein Fuß noch weh tat, aber die Richtung war da. 25.09.2012 Dienstag Shelter Tag in Stellenbosch. Auf dem Hinweg sind wir durch die Weinanbaugebiete gefahren, die sehr schön aussahen, aber Weinberge habe ich ja auch bei Mutti und da kann man die sogar runter rodeln. Das Tierheim, war sehr schön, die Hnde hatten eine große Grünfläche mit vielen seperaten Bereichen und man hatte auch echt das Gefühl, dass alle Hunde happy waren. Auf dem Rückweg sind wir an der Küste von False Bay zurück gefahren, die Strecke hat uns direkt am Wasser entlang geführt und die Landschaft sah einfach wunderschön aus. Da das Wetter an dem Tag super sonnig und warm war, ahben wir beschlossen, uns nur kurz in Bikinis und kurze Klamotten zu schmeißen und direkt weiter nach Camps Bay an den Strand zu fahren. Der Strand ist wie alles her super schön, an beiden Seiten des Strands sind Felsen und das Wasser ist türkis. Die Wellen waren mega hoch und wenn ich hoch sage, meine ich nicht hoch, wie in Zingst, sondern viel höher! Michi und ich sind dann auch ab ins Wasser.(Frieda ich weiß, dass ich versprochen hatte nicht baden zu gehen, aber ich musste einfach!). Wir waren auf Grund der Unterströmng und der Höhe der Wellen auch nur bis zur Hüfte im Wasser und zuerst waren wir dort auch ganz alleine. Nachdem wir aber ungefähr eine dreiviertel Stunde den ganzen Strand zusammen geschrien haben, weil wir die Wellen so gefeiert haben, sind immer mehr Leute ins Wasser gekommen und wir hatten eine kleine Wellenparty . Insgesamt waren wir fast 1 ½ Stunden im Wasser und ich war völlig fertig danach! Am Strand war mit schlafen jedoch nichts, da alle 5min. Irgendein Strandverkäufer vorbeikam, der einem Getränke, Früchte, Strandspiele und tausend andere Sachen verkaufen wollte. Einer von denen war allerdings ganz witzig, nachdem er verstanden hat, dass keiner was kaufen möchte und er gesehen hat, dass wir Mädels eine Zigarette rauchen, hat er uns seine alten Kifferstories erzählt und uns erklärt, dass er damit aufgehört hat, da er immer alles vergessen hat. Einmal angeblich seine Hose, weshalb er nur in Schlüppi und T-Shirt draußen herum gelaufen ist und als er seine kleine Nichte vergessen hat nachdem er sie in die Luft geworfen hat und sie auf den Boden gefallen ist (sie war ca 1 ½ Jahre) hat er beschlossen, es nie wieder z tun. Ist wohl auch besser so!! Als er uns dann vorgeschlagen hat zusammen feiern zu gehen und uns nach unserer Handynummer gefragt haat, meinte Angie, dass wir ja nur Touris sind und hier kein Handy besitzen, als Facebook zur Sprache kam meinte ich dann, dass es nicht so verbreitet ist in Deutschland und wir mehr Wert auf face-to-face Kommunikation legen. Er war zwar ein wenig traurig, aber wir waren raus aus der Angelegenheit! Abends haben wir den Abend dann zu dritt (Michi, Angie und Ich), mit Wein und warmen Decken auf dem Balkon ausklingen lassen. 26.09.2012 Mittwoch Heute sind wir wieder in ein Shelter gefahren, um genügend Aufgaben für Donnerstag und Freitag zu haben. Auf dem Weg sind wir wieder durch Weingebiete gefahren, diesmal aber Constantia und Tokai, auch sehr sehr schön und extrem Nobel. Das Tierheim in dem wir waren hieß Tears und lag direkt neben einem Township und obwohl es dort alle sehr eng war, wurde versucht überall ein bisschen Wiesenflächen und Spielbereiche für die Hunde zu schaffen. Zudem habe ich hier noch kein Shelter gesehen, dass so viele Freiwillige hat, die mit den Hunden trainieren und mit ihnen spazieren gehen, denn fast an jedem Zwinger war ein Schild, mit dem Namen des Hundes, der Rasse nd von wem sie zur Zeit trainiert werden. Ich habe das natürlich ach bei jedem Hund ausprobiert und sitzen, liegen und gt an der Leine laufen konnten sie alle!! Auch dort gab es wieder unendlich viele süße und witzige Hunde, die ich am liebsten mitgenommen hätte. Es ist gut , dass wir oft Hunde in die Happy Tails verschieben, denn so sieht man, wie viele Hunde ein neues Zuhause gefunden haben und dass unsere Arbeit auch etwas bringt. Die Leute, die bei TEARS arbeiten, waren auch alle super lieb und haben uns ständig Hilfe angeboten. Alles in allem ein super tolles Tierheim und super organisiert. Abends waren wir wieder im „De Look Out Deck“ und es gab wieder Sushi zum halben Preis! Super lecker und ich habe in Deutschland noch nie so viele verschiedene Variationen gesehen. Dummerweise habe ich mir mit Angie danach nochmal ein Chocolate Nemesis geteilt. Das ist ein Stück „Schokokuchen“ mit soviel Schokolade, dass es schon klebt und ich hatte auch den ganzen Abend danach übelste Magenkrämpfe. Typischer Fall von „Überfressen“! Selbst Schuld würde ich mal sagen, aber schön ist anders! 27.09.2012 Donnerstag Hatten wir dann unseren Office Tag… Nicht so spannend Um 18Uhr haben wir dann Michi zum Flughafen gebracht und danach eigentlich nur noch geschlafen. Der Abschied war zwar irgendwie traurig, weil ich Michi echt mega lustig fand und er noch mit am aktivsten hier war, aber ich habe ja nur 9 Tage mit ihm verbracht und somit war es alles völlig ok, nur das er nicht fahren wollte ging einem ein bisschen nahe. 28.09.2012 Freitag Morgens bin ich zum Chapmen´s Peak hochgelaufen und am Strand wieder zurück. Ach kleiner Einwurf. Stefanie hat uns vor ein paar Tagen gefragt, ob wir für 250€ noch einen Monat verlängern wollen, da sie wohl im Oktober zu wenig Volunteers hat, um Cape Town nd Pretoria zu „füllen“. Momentan sieht es also so aus, dass ich die letzten zwei Wochen wieder in Pretoria bzw auf dem Plot verbringen werde, was ich erst nicht wollte. AAABER( und jetzt wieder zu meinem Lauf) als ich laufen war habe ich an die Zeit auf dem Plot gedacht und habe festgestellt, dass ich es echt schön finden würde nochmal 2Wochen mit den Hunden und den Leuten, die dann dort sind, in der Mitte vom Nirgendwo zu sein. Denn auch wenn ich Kapstadt und die Umgebung hier liebe und man hier super viel erleben kann, denke ich, dass ich das alles auch zu Hause haben kann uuund viel wichtiger. Mein Geld würde auch ganz schön knapp werden, wenn ich noch viel länger hier bleibe, da wir hier zur Zeit ein Auto mieten müssen, weil das FurKidz Auto schrott ist, wir immer selbst Spritgeld zahlen müssen, Essen kaufen müssen und naja man unternimmt halt einfach auch mehr! Mittags war ich unspektakulärerweise mit Angie auf dem Weg zur Bank. Als wir dort jedoch in der Warteschlange standen und uns (auf deutsch) unterhalten haben, wurde ein älterer Herr vor uns , auf uns aufmerksam und hat uns angesprochen. Er kommt ursprünglich aus Namibia und seine Großeltern sind 1898 dorthin ausgewandert. Er lebt schon ewig hier in Hout Bay und impotiert deutsche Schreibwaren, weshalb er immer noch sehr regelmäßig deutsch spricht. Er ist leidenschaftlicher HSV Fan und immer, wenn er geschäftlich in Deutschland unterwegs ist, muss er zu einem Spiel. Außerdem hat er uns von der WM hier erzählt und ich fand es grausam zu hören, dass sie Südafrikaner immer noch Millionen für die neuen Stadien abbezahlen müssen und es z.B. günstiger wäre, würde man das Stadion (in das ich letzten Sonntag eingelaufen bin) in Cape Town einfach wieder abreißen und Grünflächen dort anlegen. Denn hier ist Fussball immer noch eher ein „schwarzer“ Sport und allgemein gibt es zu wenig Veranstaltungen, die dort stattfinden, um die Kosten dafür zu decken. Das Gespräch war auf jeden Fall sehr aufschlussreich und er meinte zu uns, dass wir, sofern wir mal länger in Afrika arbeiten und leben wollen, wir in Namibia weniger Korruption mitbekommen würde, da sie(das Land und die Politik/Wirtschaft) dort allgemein weniger Geld zum Feilschen zur Verfügung hätten. Gut zu wissen. Abends gegen 18Uhr sind wir zum Harbour Market hier in Hout Bay und Angies Aussage zur Folge, dachten Marie und ich dort einen typischen Afrika Markt, wie sonst immer in der Stadt vorzufinden, aber es war ganz anders. Es gab Stände von verschieden Künstlern, die die schönsten Sachen dort verkaufen. Dazu mag ich aber nicht so viel schreiben . Auf der anderen Seite der Halle gab es bestimmt 20 Essenstände mit Köstlichkeiten aus aller Welt!! :D Ach und in der einen Ecke hat noch eine Liveband gespielt. Ich glaube, die High Society von Hout Bay und allen anderen Orten aus und um Kapstadt haben sich dort versammelt und gefeiert. Zumindestens hatten alle Markenkleidung an und zwar alles von Gaastra bis Billabong. Die Frauen haben ihre 10kg Schmuck pro Person auch spazieren getragen und die Männer ihre Lederjacken und Sonnenbrillen. Aber die Stimmung war großartig und auch dort wurden wir nach ca 10min. Angesprochen. Nachdem unerwarteten Lifestyle-“Schock“ sind wir weiter nach Kapstadt ins Mercury af unser erstes Afrikanische Konzert. Vorband war Tailor. Die wird hier die ganze Zeit in der Werbung gezeigt, weil sie ihr erstes Musikvideo gedreht hat und nun mit Zebras and Giraffes tourt, wegen den wir da auch hin sind.Um 21Uhr war Einlass und es war anfangs soo arschkalt in dem Laden. Wir haben und an einem Stehtisch gesessen und wurden wieder angequatscht. Von wie ich finde sehr hochnäsigen und schmierigen Typen. Der eine war zwar nett, musste uns dann aber auch erzählen, dass er wohl in der neuen GQ zu sehen sein soll, da er für die modelt. Ja... ähm.... ich wollte ihn nicht nackt sehen! Als Tailor auf die Bühne kam, sind Marie und ich auch nach vorne in die Masse, da sie auch keine Lust mehr hatte, sich die „spannenden“ Geschichten anzuhören. Angie blieb bei GQ. Tailor war von der Stimme her echt super, sie meinte nur zwischenzeitlich, dass sie sich nicht so gut fühlt und ab und zu hatte man auch das Gefühl, dass sie jeden Moment brechen müsste. Hat sie dann aber nicht. Gott sei dank!! Denn Marie und ich standen in der dritten Reihe! Bei einem Liebeslied von ihr hat sie dann pauschal ach erstmal richtig losgeheult und es wäre auch sehr ergreifend gewesen ohne diese Angst, dass sie ihre Übelkeit gleich doch nicht mehr zurückhalten kann.Zebras and Giraffes waren einfach nur mega gut, witzig und wir haben die ganze Zeit getanzt, also nur Marie und ich, denn Angie hatten wir nn endgültig an GQ verloren und ihre Mützen hatten sie bis dahin auch schon längst getauscht. Nachdem das Konzert zu ende war, wurde noch gefeirt und Marie und ich haben uns mit dem dicken Bassisten und dem Drummer unterhalten. Sie fanden es total cool, dass wir aus Deutschland kommen, da sie planen nächstes Jahr nach Deutschland zu kommen. jepp! Und wer ist nun auf Facebook mit ihnen befreundet :D ICH!! Super witzig! Gegen halb zwei sind wir weiter zur Longstreet ins Dubliner. Dort war wie letzte Woche auch Bombenstimmung und wir haben wieder mit jeder Menge Leute geredet. Als wir los wollten, wollte ich vorher nur noch mal hoch zur Toilette und die anderen wollten unten vor der Bühne stehen bleiben, auf meinem Rückweg wurde ich von einem ganz hübschen Schwarzen angequatscht, der sich als der totale Idiot entpuppt hat. Er wollte mit mir sprechen und ich meinte, dass ich nur mal eben schauen muss, wo meine Freunde sind, um zu erfahren, wann genau wir los wollen. DANN gings los. Ich sei rassistisch, weil ich ihm das Gespräch nur verweigere, weil ich Angst habe und schwarze Menschen nicht leiden kann. Ich habe dann eigentlich nur versucht klar zu stellen, dass mir seine Hautfarbe in dem Moment ziemlich egal sei, da ich egal wer vor mir stehen würde erstmal schauen müsste, wo meine Freunde seien. Stimmte in seinen Augen alles nicht und er wurde immer pissiger und war einfach nur frech nd war sich immer sicherer, dass ich der übelste Rassist bin! Ich habe versucht weiter zu gehen, ging auch, aber er ist mir „gefolgt“ und meinte immer nur ob ich nun Angst habe, weil ein schwarzer Mann mir folgt. Nach drei Minuten ist er mir so dermaßen auf die Nerven gegangen, dass ich mich umgedreht habe und ihm entgegen gebrüllt habe, dass ich er die Vorurteile hat und sich mal überlegen sollte, seine Probleme mit den verschiedenen Hautfarben in den Griff zu bekommen!! Idiot!! Angie kam mir dann endlich auch mal entgegen und hat mir erzählt, dass sie rausgegangen sind und wir wirklich NOW NOW NOW los wollen! Tzz... na ja...ich bin ja wirklich nicht leicht zu provozieren, aber der Typ ist kurz davir gewesen sich einen 10min Vortrag anzuhören mit anschließender Ohrfeige. Ja also sonst war der Abend super cool und wir sind dann auch totmüde ins Bett gefallen. 29.09.2012 Samstag Heute war Ausnüchterungs-Entspannungstag“. Gegen Mittag sind Angie und ich nochmal zum Harbour Market, um ein zwei Dinge zu kaufen und da keiner mit wollte habe ich dann einen Spaziergang am Strand gemacht! Es war zwar nur so 15Grad und windig, aber genau das Richtige für mich! Leute beobachten und frische Atlantikluft!!! 30.09.2012 Sonntag Heute morgen sind wir zum Cape Point und dem Cape of Good Hope gefahren... und es war ein Traum. Ich weiß, dass ich mich wiederhole, aber es ist wie es ist: EINFACH WUNDERSCHÖN!! Cape Point fanden wir aber alle schöner, da wir dort einen Platz (für alle die schon mal dort waren, kurz vor dem zweiten Leuchtturm) gefunden, an dem keine anderen Touristen waren und wir haben sogar Wale gesehen.Die Sonne hat die ganze Zeit mitgespielt und wir konnten einfach die Aussicht und die Natur genießen! Am Cape of Good Hope war das ganze dann etwas stressiger mit den gefühlten 500 anderen Touristen, vor allem den Asiaten, die einem immer ins Bild gelaufen sind, weil sie auch ein Foto an dem Schild haben wollten. Aber wir haben uns nach 10min. dann auch durchgesetzt und ein paar Bilder gemacht! Auf dem Rückweg sind wir durch Simon´s Town, Fishhoek und Muizenberg. In Fishhoek haben wir uns dann auch nochmal eine Stunde an den Strand gelegt. Ich habe noch nie so viele riesige Muscheln an einem Strand gesehen. Falls irgendwer eine Ahnung davon hat, ob man die mitnehmen darf oder nicht, bitte vor Ende Oktober Bescheid sagen. Will ja nicht vom Zoll eingefangen werden, weil ich südafrikanisches Gut schmuggel! Also meine Lieben, mir geht es hier sehr sehr gut und ich habe wohl das beste Praktikum, dass ich mir wünschen kann! Nächste Woche wollten wir es noch schaffen und vom Table Mountain abseilen zu lassen, auf den Lion´s Head klettern und definitiv noch nach Robben Island! Wenn wir es noch schaffen, würden wir eigentlich auch noch gerne zu einem Rugby Spiel, aber da müssen wir uns erstmal über den Preis und ein mögliches Spiel erkundigen. Ich habe Euch alle ganz doll lieb und hoffe, dass ihr eure Zeit auch so sehr genießt, wie ich! Bis demnächst Eure Fanny <3 :-*

30.9.12 19:55

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bisher 4 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Frieda (10.10.12 14:03)
Hey, wenn du zurück aufm Plot bist, wollen wir nen neuen Bericht!
Da hast du dann ja wieder im Office Internet!

Tausend Küsse zu dir ans Ende der Welt!

<3<3<3<3<3


Luzie (19.10.12 11:44)
Ein Bericht Fannnnnnnyyyyyyyy!!!


(19.10.12 14:17)
oh man, den muss ich dann ja erstmal wieder schreiben aber gerade ihr zwei erfahrt doch sowieso mit als erstes alles, seit mal nicht so ungeduldig :P


Luzie (25.10.12 07:48)
wie du dich einfach weigerst es zu tun!!! UNMÖGLICH

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